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Wissenswertes

Der Strand in Teluk Senangin ist der Einzigste im Westen der Halbinsel Malaysia, an dem die seltenen Meeresschildkröten kommen, um ihre Eier abzulegen. Leider lässt trotzdem jeder seinen Müll hier liegen und leider leider leider soll hier bald eine riesige Stahlfabrik gebaut werden - direkt ans Meer. Das Schlimme daran ist, dass dann Nicht nur das ganze unfiltrierte Wasser ins Meer abgelassen wird, die ungefilterten Abgase einfach in die Luft freigesetzt werden und Regenwald gerodet wird, sondern auch viele Einheimische und die seltenen Tiere hier ihre komplette Lebensgrundlage verlieren. Die Einheimischen sind natürlich nicht sehr erfreut und versuchen sich mit Unterschriftenlisten zu wehren(https://www.regenwald.org/aktion/919/malaysia-regenwaldreservat-und-schildkroeten-schuetzen). Neulich hab ich gehört, dass die Fabrik nicht gebaut werden soll, aber offiziell ist hier noch gar nichts. Leider schade, dass in so einem schönen Land einfach so gar nicht auf die Umwelt geachtet wird, der Mensch nimmt sich das was er braucht ohne großartig darüber nachzudenken....
27.1.14 04:53


Andere Länder andere Sitten

Soo...Nun ist es auch schon wieder 1 Woche her, seitdem ich das Letzte mal geschrieben habe. Mittlerweile sind wir zu viert, weil auch Sandra endlich eingetroffen ist. Zur Zeit schieben wir 2 Schichten. Die Nachmittagsschicht geht von 11 bis 15 Uhr und die SpätSchicht von 15 bis 19 Uhr. In der Spätschicht warten wir dann ab, bis die Affen sich ihren Schlafbaum suchen und hoch in die Baumkronen klettern. Dann sind sehr viele Affen an einer Stelle, da die vielen Untergruppen sich wieder an einem Ort versammeln. Leider kann man sie dann aber meist nur hören, da sich die Tiere in dichter Vegetation oder hoch in den Bäumen aufhalten. Am Samstag war Nadines große Feier, die auf Grund des Babys und des neuen Hauses gefeiert wurde. Ihr Haus liegt mitten in der Plantage, umringt von Dschungel und wir entschieden uns hin zulaufen. Weit kamen wir aber nicht, da ständig Autos aus dem Dorf zu Nadine fuhren und jedes einzelne bei uns anhielt, um zu fragen, ob wir mitfahren möchten. Irgendwann stiegen wir dann auch ein und zu siebt in einem Auto gings dann ab zu Nadines Haus ( Man muss bedenken, dass die Malayen jeden Meter mit dem Auto fahren) . Los gings um 20:30 Uhr, eingeladen war das ganze Dorf, ich schätze es waren etwa 50 - 60 Leute da. Bevor das Buffet eröffnet wurde, sprachen die Männer noch Gebete für das Haus und das Kind. Dabei sitzen die Männer abseids von den Frauen, da die Frauen nicht am Gebet teilnehmen dürfen. Dann wurde das Buffet eröffnet....es gab massig Fisch, Hünchen, Reis, Nudeln, Curry und viel Obst. Die Malayen stürzten sich darauf, es war auch sehr sehr lecker. Nur leider gab es kein Besteck, hier wird alles mit der Hand gegessen, nicht zu vergessen ist, dabei nur die rechte Hand zu benutzen. Die Linke gilt als "Unsauber". Anfangs echt ungewohnt, aber sobald man die richtige Technik drauf hat, klappt auch das. Sobald dann gegessen war, standen alle Malayen auf, bauten ihren Tisch ab und gingen nach Hause. Bei der Verabschiedung wird auch nur den Männern die Hand gereicht...eine Sache an die ich mich wohl kaum gewöhnen kann. Die ganze Feier dauerte also etwa nicht länger als 1 Stunde. In Malaysia sitzen die Menschen nach dem Essen nicht noch ewig beisammen, so wie wir es gewohnt sind, sondern gehen sofort nach dem Essen nach Hause. Die eigentliche Feier ist eher das gemeinsame Kochen. Das übernimmt nämlich die ganze Familie wie ein eingespieltes Team. Jeder hat seine Aufgabe und weiß genau, was er oder sie zu tun hat. Der Gastgeber muss also nichts anderes machen als das Ganze zu bezahlen Um 0 Uhr war dann Nadines Geburtstag und die Einzigsten die ihr gratulierten waren wir. Erstens weil alle Anderen ja schon weg waren und zweitens weil in Malaysia Geburtstage nicht gefeiert werden.
27.1.14 04:28


Meine Arbeit im Wald

In Malysia mache ich ein Praktikum, das mit der Verhaltensforschung an Schweinsaffen zu tun hat. Leider weiß man bis jetzt noch nicht viel über diese Art und wir sind die Ersten, die es geschafft haben eine wildlebende Gruppe zu habituieren. Leider sind die Tiere noch nicht vollständig habituiert, aber wir kommen sehr nahe an sie ran, teilweise könnte ich dann auch meine Hand ausstrecken und sie berühren. Die Gruppe besteht wahrscheinlich aus etwa 60 Tieren, die sich tagsüber in Untergruppen aufteilen. Die Männchen, die größer als die Weibchen sind, sind oft auch allein unterwegs. Geführt wird die Gruppe von Weibchen. Ein Weibchen namens Amy trägt ein Halsband, anhand dessen wir die Gruppe Tag für Tag mit Hilfe eines Telemtriegerätes aufspüren können. Etwa 1 Stunde brauchen wir dann bis wir die Gruppe gefunden haben und dann heißts dran bleiben. Manchmal haben die Tiere wortwörtlich einen Affenzahn drauf und dann heißts mit Ausrüstung und Gummistiefeln hinterher. Manchmal Bergauf, Bergab, manchmal muss man auch über rießige Felsen klettern, um ihnen hinterher zu kommen. Teilweise gehts dann auch in den Sumpf. Im Knietiefen Wasser versucht man dann an Ihnen dran zu bleiben. Hat man die Tiere gefunden, werden jede halbe Stunde für 10 Minuten Verhaltensdaten von jeweils 3 Weibchen, 3 Männchen und 3 Juvenilen aufgenommen. Mittlerweile versuchen wir auch schon einen Individuum so lange wie möglich zu folgen und sich Merkmale einzuprägen, woran man genau dieses von den anderen unterscheiden kann. Am nächsten Tag wird dann versucht genau dieses Tier wieder zu finden...ganz schön schwer bei so vielen Affen Derzeit sind wir noch zu zweit unterwegs und bleiben immer von 11 Uhr morgens bis ca. 15:30 bei den Tieren. Bald führen wir aber Schichten ein, dann gehen wir auch früh morgens und abends in den Wald. Dazu aber später mehr
21.1.14 13:23


Das Dorf Teluk Senangin

Das Dorf, in dem ich die nächsten 2 Monate leben werde, hat ungefähr hundert Einwohner und liegt direkt am Meer. Die meisten Dorfbewohner sind Fischer. Die meisten Jugendlichen gehen nicht zur Schule, obwohl auch in Malaysia Schulpflicht herrscht. Viele sind daher arbeitslos. Zum Zeitvertreib fahren sie den ganzen Tag mit ihren Rollern durchs Dorf. Später steigen sie dann auch in den Familienbetrieb mit ein und werden Fischer. Die Menschen hier können ganz gut von ihren Fischen leben und genießen ihr einfaches, aber schönes Leben. Schlaganfall, Herzinfakt oder ähnliches sind hier Fremdwörter. Im Dorf fallen wir Europäer ganz schön auf, da wir die einzigen Weißen weit und breit sind, von den Kindern werden wir auch liebevoll 'Orang puti' genannt, was weißer Mensch bedeutet. Wir werden immer freundlich gegrüßt und aufgenommen. Leider können wir uns nicht viel mit den Einheimischen unterhalten, da diese kein Englisch sprechen. Aber ich versuch mich schon ein bisschen im Malay. Die Sprache ist relativ einfach, da es kaum Grammatik gibt und die Wörter ganz einfach aneinander gereiht werden. Es ist wirklich traumhaft am Meer zu wohnen, wäre da nicht der viele Müll. In Malaysia gibt es an vielen Orten kein funktionierendes Müllsystem. Der Müll wird daher einfach an Ort und Stelle liegen gelassen oder Plastik einfach verbrannt. Das stinkt manchmal gewaltig.... Im Dorf selbst gibt es mehrere Imbisse, die teilweise nur am Wochenende auf haben, man aber für umgerechnet 1,50 Euro ein leckeres Abendessen mit Getränk bekommt. Gegessen wird hauptsächlich Reis und gebratene Nudeln. Am Wochenende kommen viele einheimische Touristen ins Dorf und es ist wirklich die Hölle Los. Die Malayen lieben Karaoke, weshalb es dann manchmal die ganze Nacht in den verrücktesten Tönen schallt (zum Schlafen wären dann Ohrstöpsel nicht schlecht) direkt hinter dem Dorf beginnt der Dschungel und eine Palmölplantage.Die Plantage ist riesig. Zwischen den Palmen tauchen oft Hütten auf, in denen die Plantagenarbeiter, die meist aus Indonesien kommen, leben.
21.1.14 13:00


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